Diabetes Mellitus

Diabetes Mellitus

Diabetes Mellitus, früher auch „honigsüßer Durchfluss“ genannt, ist eine krankhafte Stoffwechselstörung. Genauer, des Glukosestoffwechsels (Zuckerstoffwechsel) mit dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerten durch Insulinmangel oder reduzierter Insulinempfindlichkeit.

In Deutschland ist durch mehrere Faktoren die Tendenz an Diabetes Mellitus zu erkranken steigend.

Aufgrund von gravierenden, teils irreversiblen Folgeschäden, sollte Diabetes frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Diabetes: Was ist das?

Unser Organismus wandelt Kohlenhydrate und Zuckerstoffe, aus unserer Nahrung u.a. aus Brot, Obst, Nudeln, Reis, Kartoffeln usw. in Glukose um. Damit dieser Traubenzucker jedoch als Energie in die Köperzellen eindringen kann, benötigt er das in den β-Zellen der Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildete Polypeptidhormon Insulin. Als einziges Hormon ist Insulin in der Lage den Blutzuckerspiegel zu senken und die Glukose aus dem Blut in die Zielzellen zu befördern. Zudem sorgt es dafür, dass nicht benötigte Kohlenhydrate in Leber und Muskeln als Glykogen gespeichert bzw. in Fett umgewandelt werden kann.  Sinkt der Blutzuckerspiegel wird der sogenannte Gegenspieler des Insulins, das aus den α-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildete Hormon Glukagon freigesetzt und sorgt für die Gegenregulation, also der Steigerung des Blutzuckerspiegels.

Bei Diabetes Mellitus ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr oder nur noch unzureichend in der Lage, das Hormon Insulin zu produzieren. Die dadurch krankhaft erhöhten Blutzuckerwerte lösen die verschiedensten Symptome aus.

Diabetes und seine Formen

Die bekanntesten Diabetes Mellitus Formen in Deutschland sind Typ 1 & Typ 2 Diabetes.

Typ-1-Diabetes

Der Typ 1 Diabetes ist eine erbliche Autoimmunerkrankung, bei der die Insulin-produzierenden β-Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch das körpereigene Abwehrsystem zerstört werden. Folge ist ein absoluter Insulinmangel. Rund 10 % aller Diabetiker erkranken an dieser Diabetes-Form. Hierbei spielen bei den Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen wahrscheinlich genetische Faktoren und vorangegangene Virusinfektionen wie beispielsweise Masern, Mumps, Röteln eine Rolle. Sobald etwa 80 Prozent der Betazellen (β-Zellen) zerstört wurden, macht sich der Diabetes Typ 1 durch stark erhöhte Blutzuckerwerte bemerkbar.

Zudem wird ein Auftritt mit anderen Autoimmunerkrankungen, wie beispielsweise die Typ A-Gastritis (autoimmune Magenschleimhautentzündung), Hashimoto-Thyreoiditis, Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), und Morbus Addison beobachtet.

Menschen mit Typ-1-Diabetes müssen sich zum Ausgleich Insulin spritzen.

Diabetes Typ 1: Symptome

Aufgrund von mangelnder Energie entsteht oft ein Heißhunger auf Süßes. Als Notlösung werden vom Körper die Fettreserven in Ketonkörper umgewandelt und verstoffwechselt, weswegen Menschen mit Diabetes Typ 1 im Gegensatz zu Diabetes Typ 2 häufig schlank sind.

Aufgrund des stark erhöhten Blutzuckerspiegels entsteht zudem ein typischerweise starkes Durstgefühl (Polydipsie) und eine gesteigerte Urinausscheidung (Polyurie).

Viele Betroffene leiden auch unter Müdigkeit und Antriebsschwäche. Darüber hinaus können Schwindelgefühle und Übelkeit auftreten.

Bei stark erhöhtem Blutzuckerspiegel entwickeln sich bei Diabetes Typ 1 Patienten Bewusstseinsstörungen, teilweise bis zum sogenannten „ketoazedotischen“ Koma wobei eine vertiefte Atmung mit Acetongeruch der Atemluft entsteht.

Hier nochmal die häufigsten Symptome des Typ 1 Diabetes:

  • starker Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit
  • vermehrt Hunger auf Süßes
  • Gewichtsverlust trotz gutem Appetit
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Schwäche
  • Im Extremfall Bewusstseinsstörungen bis hin zu Bewusstlosigkeit

Ketoazidotisches Koma

Das Ketoazidotische Koma ist eine Folge des absoluten Insulinmangels und somit typisch für den Typ 1 Diabetes. Durch die fehlende Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse und dem damit verbundenen Zuckermangel in den Zellen, versucht der Körper durch vermehrten Fett-, und Eiweißabbau an Energie zu gelangen. Hierbei entstehen vermehrt saure Stoffwechselprodukte wie Ketonkörper. Es kommt zu einer Azidose (Übersäuerung).

Da der vermehrte Blutzucker nicht von den Nieren rückresorbiert werden kann, kommt es zu einer erhöhten Harnausscheidung. Dies kann zur Austrocknung und einen prärenalen (Ursache ist vor der Niere gelegen) Nierenversagen führen. Die Elektrolyte erhöhen sich, vor allem entsteht ein Kalium Überschuss.  Typische Symptome hierfür sind oft massive Bauchschmerzen mit einem bretthartem Bauch, auch Pseudoperitonitis genannt und  Herzrhythmusstörungen.

 Der Körper versucht durch eine verstärkte Abatmung von Kohlenmonoxid die Übersäuerung auszugleichen. Typisch dafür ist eine häufige, regelmäßige, tiefe Atmung mit Acetongeruch (Kussmaulatmung)

Typ-2-Diabetes

Die Volkskrankheit Diabetes Typ 2 ist mit 90 % die häufigste Form von Diabetes mit steigender Tendenz. Die Veranlagung ist erblich. Die frühere Bezeichnung „Altersdiabetes“ trifft heute nicht mehr zu. Mittlerweile erkranken durch wichtige Risikofaktoren des sogenannten metabolischen Syndroms (Wohlstandssyndrom) und Bewegungsmangel zunehmend auch junge Erwachsene und sogar Kinder an Diabetes Typ 2.

Zusammenfassung Metabolisches Syndrom

  • Übergewicht, meist mit bauchbetonter Fetteinlagerung
  • Bluthochdruck
  • erhöhter Blutfettspiegel (Triglyzeride)
  • erhöhter Blutzuckerspiegel durch Insulinempfindlichkeit, bzw. -Resistenz

Bei der Entwicklung des Typ 2 Diabetes sielt die Überernährung eine wichtige Rolle. Durch ein ständiges Überangebot an einfachen Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß entwickeln die Körperzellen eine Resistenz gegenüber Insulin, wodurch eine mangelhafte Insulinwirkung an den Körperzellen entsteht. Dadurch kann nicht genug Zucker aus dem Blut ins Gewebe gelangen – die Zuckerkonzentration im Blut bleibt erhöht. Durch den langfristigen Energiemangel der Zellen reagiert die Bauchspeicheldrüse mit einer erhöhten Insulinproduktion. Durch diese Mehrarbeit kann es zu einer Erschöpfung Insulin produzierenden Zellen (Betazellen) kommen bis diese zum Erliegen kommt.

Aufgrund von gravierenden, teils irreversiblen Folgeschäden, sollte Diabetes frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Zu Beginn der Erkrankung kann die Empfindlichkeit der Zellen noch durch gesunde und bewusste Ernährung mit Gewichtsreduktion und körperlicher Aktivität verbessert werden. Ist der Diabetes zu weit fortgeschritten, kann die körpereigene Insulinproduktion nur noch mit Medikamenten unterstützt werden bis schließlich die Insulin Spritze unumgänglich wird.

Diabetes Typ 2 – Risikofaktoren

Beeinflussbare Risikofaktoren sind:

Übergewicht:

Übergewicht ist nicht die alleinige Ursache der Erkrankung, ist aber ein möglicher Auslöser. Vor allem ein erhöhter Bauchfettanteil gilt als schädlich für den Glukosestoffwechsel.

Der Bauchumfang bei Männern > 94Zentimeter und  Frauen > 80Zentimeter gilt als bedenklich.

Bewegungsmangel:

Bewegungsmangel wirkt sich negativ auf die Energiebilanz aus. Bei gleichbleibender Nahrungszufuhr entsteht ein Kalorienüberschuss. Dieser führt zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel und Aufbau von Fettgewebe.

Metabolisches Syndrom:

Das Metabolische Syndrom gilt mit der stammbetonten Fettsucht, erhöhten Blutfettwerten (Dyslipoproteinämie), Bluthochdruck (Hypertonie) und einer Störung des Zuckerstoffwechsels (Insulinresistenz) als wichtiger Risikofaktor für Diabetes Typ 2.

Zudem begünstigt das Metabolische Syndrom, lebensbedrohliche Erkrankungen wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

  • Rauchen
  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Überschuss an Fett und Zucker
  • bestimmte Medikamente, die den Zuckerstoffwechsel verschlechtern wie die Verhütungspille, Antidepressiva, harntreibende Mittel (Diuretika) und Blutdrucksenker

Mit der Reduzierung der Risikofaktoren und Verbesserung der gesunden Lebensgewohnheiten, lässt sich ein Diabetes Typ 2 vorbeugen oder bei bereits Erkrankten die Komplikationen und dramatischen Folgeerscheinungen minimieren oder verhindern.

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren

Vererbung: Die genetische Veranlagung scheint beim Diabetes Typ 2 eine wichtige Rolle zu spielen.

Bei eineiigen Zwillingen erkranken fast immer beide an Typ 2 Diabetes

Ist ein Elternteil erkrankt, liegt das Erkrankungsrisiko bei ca. 50 %. Sind beide Elternteile erkrankt, steigt das Risiko für Kinder auf 80 %.

Alter: Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit des Typ 2 Diabetes an. Frauen scheinen dabei häufiger betroffen zu sein als Männer.

Hyperosmolares Koma

Das Hyperosmolare Koma ist typisch für den relativen Insulinmangel, tritt also beim Typ 2 Diabetes auf. Hierbei wird noch ausreichend Insulin vom Körper gebildet, um den überschießenden Fett-, und Eiweißabbau zu hemmen. Durch die erhöhten Blutzuckerwerte kommt es zur Polyurie (vermehrten Harnausscheidung) und zur Austrocknung mit Apathie (Teilnahmslosigkeit) und möglichem prärenalen Nierenversagen, erhöhten Kaliumwerten und Herzrythmusstörungen.

Diabetes: Symptome und Folgen

Diabetes Typ 2 hat oft lange einen asymptomatischen Verlauf, d.h. oft fehlen spezifische Beschwerden. Manchmal ruft sie auch unspezifische Symptome hervor wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche mit Leistungsknick, Juckreiz oder trockene Haut durch den hohen Flüssigkeitsverlust mit Neigung zu Pilzinfektionen an Haut und Harnwegen. Eine Potenzstörung kann ein mögliches Frühsymptom sein. Bei Frauen im gebärfähigen Alter, kann es zum Ausbleiben der Menstruationsblutung kommen. Viele Menschen mit Diabetes Typ 2 sind fettleibig (adipös) und höheren Alters, allerdings sind auch immer mehr junge Erwachsene und Kinder von dieser Erkrankung betroffen.

Diabetes – mehr Bewegung

Körperliche Bewegung kann die Wirkung des Insulins verbessern und den Blutzucker senken, somit gehört die körperliche Aktivität zu den wichtigsten Therapiebausteinen des Diabetes Typ 2.

Mehr Bewegung im Alltag beugt zudem gefährlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, steigert die Fitness und verbessert die Lebensqualität.

Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft, Treppen steigen statt Fahrstuhl oder auch mal das Fahrrad statt Auto nutzen, aber auch regelmäßiger Sport, Schwimmen oder Yoga helfen den allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern.

Das Sport-Training muss an deine körperliche Fitness und den Gesundheitszustand angepasst werden, bespreche am besten mit deinem behandelnden Arzt welches Sportprogramm für dich geeignet ist.

Als Motivation kann das gemeinsame Training mit Freunden, in einer Sportgruppe oder in einem Sportverein nützlich sein!

Langfristige Diabetes- Symptome

Vor allem, bei nicht gut eingestellten und übermäßig zu hohen Blutzuckerwerten ist beim Diabetes Mellitus mit zum Teil irreversiblen Schäden von Blutgefäßen und Nerven – mit gravierenden Folgen für verschiedene Organsysteme und Körperfunktionen zu rechnen

Nervenschäden (Polyneuropathie)

Hohe Blutzuckerspiegel schädigen mit der Zeit das periphere Nervensystem, weshalb Diabetiker oft ein gestörtes Schmerzempfinden haben. Sie nehmen beispielsweise Verletzungen der Haut oder sogar einen Herzinfarkt nicht als Schmerz wahr. Auch die Muskelkoordination bei Bewegungen kann leiden.

Aufgrund der Funktionsstörung innerer Organe, wie etwa dem Verdauungstrakt, können  Verdauungsprobleme wie Durchfall, Völlegefühl, Erbrechen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung entstehen.

Schäden der Blutgefäße (Angiopathien)

Hohe Blutzuckerspiegel lösen meist zuerst an den kleinen und kleinsten Blutgefäßen den sogenannten Kapillaren Veränderungen der inneren Wandschicht aus (Mikroangiopathie) und mit der Zeit auch die mittleren und großen Blutgefäße (Makroangiopathie). Hieraus resultieren Durchblutungsstörungen bis hin zu völligen Verschluss.

Betroffenen Organe sind:

  • Herz: Der Herzmuskel wird schlechter mit Sauerstoff versorgt. Mögliche Folgen sind Herzschwäche, Herzinsuffizienz, Koronare Herzkrankheiten (KHK) und Herzinfarkt.
  • Gehirn: Durchblutungsstörungen im Gehirn beeinträchtigen die Hirnleistung. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Schlaganfall.
  • Augen: diabetische Retinopathie durch Schäden an den Blutgefäßen des Auges verursachen Symptome wie „Lichtblitze“, Sehunschärfe, eingeschränktes Farbensehen und schließlich Sehkraftverlust bis zur Erblindung.
  • Nieren: diabetische Nephropathie kann in einer gestörten Nierenfunktion bis hin zur Niereninsuffizienz münden. Versagen die Nieren komplett, sind die Patienten langfristig auf eine Dialyse (Blutwäsche) angewiesen.
  • Haut: Durch Schäden der kleinen Hautgefäße ist die Haut anfälliger für eine Besiedlung mit Keimen wodurch es vermehrt zu Hautinfektionen kommt. Der diabetische Fuß mit Geschwüren an Fuß und Unterschenkel ist auf schlechte eine Wundheilung zurück zu führen.

Diabetes und Depressionen

Ungefähr ein Viertel aller Diabetes-Patienten leidet unter einer Depression oder depressiven Verstimmung. Der Auslöser kann die Erkrankung selbst sein, aber auch die Spätfolgen, sind oft belastend.

Diabetes und Impotenz

Auch die Blutgefäße der Schwellkörper des Penis werden durch zu hohe Blutzuckerwerte geschädigt, wodurch der für die Erektion benötigte Blutfluss beeinträchtigt wird. Dies führt zu Erektionsstörungen (Erektile Dysfunktion). Auch Schädigungen des für die Erektion wichtigen autonomen Nervensystems und der sensiblen Nervenbahnen können eine Rolle bei der Entstehung einer Impotenz bei Diabetes mellitus spielen.

Diabetes – Wann testen lassen

Da viele Symptome zu Beginn unspezifisch sind, bleibt die Erkrankung häufig lange im Verborgenen.

Je eher Diabetes Mellitus erkannt und behandelt wird, umso geringer wird das Risiko für Langzeitfolgen.

Wenn eine oder mehrere der folgenden Fragen mit „Ja“ beantworten werden können, sollten ein Arzt aufgesucht werden:

  • Verspürst du in letzter Zeit ohne ungewohnte körperliche Belastung oft ein quälendes Durstgefühl und trinkst deutlich mehr als sonst?
  • Musst du häufig und in großen Mengen Wasser lassen, auch nachts?
  • Fühlst du dich öfters körperlich schwach und müde?
  • Ist in deiner Familie eine diabetische Erkrankung bekannt?

Diabetes Mellitus Tests

Messung von Blutzucker

Am aussagekräftigsten ist der Nüchtern-Blutzucker, dieser wird mehrmals morgens nach einem Nahrungsverzicht von mindestens 8 Stunden gemessen. Sollten mehrfach diese Messungen einen erhöhten Blutzuckerspiegel aufweisen, kann von einer Diabetes Erkrankung ausgegangen werden.

Der Normalwert liegt hier zwischen 65-100 mg/dl. Bei Werten zwischen 100-125 mg/dl spricht man von einem gestörten Zuckerstoffwechsel. Ab Werten von 126 mg/dl liegt eine manifeste Diabetes Erkrankung vor.

 HbA1c – Langzeitblutzucker:

Der Langzeitblutzucker wird anhand des sogenannten HbA1C-Wert gemessen . Dieser setzt sich aus dem Zuckermolekül in Verbindung mit dem Hämoglobin der Erythrozyten zusammen. Bis zum Abbau des Erythrozyten (rotes Blutkörperchen) bleibt dieser Wert messbar und dient somit als Blutzuckerlangzeitgedächtnis für ca. 2-3 Monate. Wichtiger als für die Diagnosestellung von Diabetes ist der HbA1c-Wert allerdings für die Verlaufsbeurteilung einer bereits bekannten Zuckerkrankheit. Der Normwert liegt bei unter 6,5 %.

Oraler Glukosetoleranztest (oGTT)

Bei Verdacht auf eine Zuckerkrankheit wird auch ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) durchgeführt. Er wird auch Zuckerbelastungstest oder Glukosebelastungstest genannt.

Um herauszufinden, ob der Körper die plötzliche Zuckerbelastung normal bewältigen kann, wird eine 75 Gramm Glukose Lösung getrunken und anschließend in bestimmten Abständen der Blutzuckerwert gemessen.

Je nach Ergebnis lässt sich eine gestörte Glukosetoleranz (Vorstufe von Diabetes) 140-200 mg/dl oder ein manifester Diabetes mellitus ab 200 mg/dl diagnostizieren.

Diabetes-Urintest

Da die Nieren bei der Blutfilterung Glukose rückresorbieren, befindet sich normalerweise kein oder kaum Zucker im Urin. Ist der Blutzuckerwert aber deutlich erhöht mit Werten über 180 mg/dl, reicht die Rückresorptionsfähigkeit der Niere nicht mehr aus und der überschüssige Zucke wird über den Urin mit ausgeschieden.

Zucker im Urin kann für ein Diabetes Mellitus sprechen, aber auch für Nierenschädigungen oder kurzweilige Zuckersünden in der Nahrung.

Zusätzlich kann der Eiweißgehalt mitbestimmt werden, dieser gibt Ausschluss über eine mögliche diabetische Neuropathie (fortgeschrittene Nierenschädigung) bei längerfristigen vielleicht unbemerkter Diabetes Erkrankung.

Diabetes-Schulung

Als Basis für den Erfolg im Umgang mit Diabetes ist eine Schulung und Aufklärung über die Erkrankung und dessen Behandlungsmaßnahmen. Erste Behandlungsschritte sind eine Verbesserung der gewohnten Lebensweise mit Ernährungsumstellung, nötiger Gewichtsreduktion und körperlicher Aktivität sowie Rauchentwöhnung.

Hyperglykämisches Koma

Das Hyperglykämische Koma auch Coma Diabeticum genannt, entsteht bei einem Überschuss an Blutzucker mit Werten bis über    mg/dl. Die Entwicklung ist langsam und kann einige Tage in Anspruch nehmen.  Durch den Zucker Überschuss, entsteht ein intensives Durstgefühl, die Haut ist trocken. Durch den erhöhten Kaliumgehalt entstehen Bauchschmerzen, manchmal auch Fieber. Zudem kommt es zu Übelkeit und Erbrechen.

Anzeichen einer Hyperglykämie:

  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Vermehrtes Durstgefühl (Polydipsie)
  • Vermehrte Harnausscheidung (Polyurie)
  • Flüssigkeitsmangel (Exsikkose)

Das Coma Diabeticum ist eine lebensbedrohliche Notfallsituation und sollte sofort behandelt werden.

Hypoglykämischer Schock

Beim Hypoglykämischen Schock kommt es aufgrund einer erniedrigten Blutglukose-Konzentration also einer Unterzuckerung zu einer Bewusstlosigkeit. Sie entsteht, wenn zu viel Insulin gespritzt wurde oder bei verminderter Nahrungsaufnahme. Hierbei sind die Reflexe gesteigert, die Haut ist feucht, blass und die Person schwitzt stark und zeigt eine Krampfneigung. 

Eine unbehandelte Hypoglykämie ist lebensbedrohlich und bedarf einer sofortigen Notarzt-, oder Krankenhausbehandlung.

Anzeichen einer Hypoglykämie:

  • Blässe
  • Heißhunger
  • Unruhe
  • starkes Schwitzen
  • Übelkeit
  • Herzrasen
  • Blutdruckanstieg
  • Zittern
  • Schwindel
  • Krämpfe
  • Verwirrung
  • Bewusstlosigkeit
Osteopathie Rosenplatz Münster
Yoga - Osteopathie - Gesundheit

Ich bin Lilly von OSTEO & MOTION.

Osteo & Motion vereint Osteopathie, Bewegung und ganzheitliche Gesundheit.  
Yoga & Pilates bedeuten für mich Körpergefühl, Kräftigung und Wohlbefinden. Die Dynamik mehrerer Yogarichtungen, kombiniert mit den atemsynchronen Bewegungen des Ashtanga Yoga und Elementen aus dem Fitness, Pilates &  Rehasport ergeben für mich die optimale Ergänzung zur ausgewogenen Ernährung und  ganzheitlich osteopathischen Betrachtung des einzelnen Menschen.

Lilly Rugg
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